Stereotypenforschung

Willkommen auf der Homepage der interdisziplinären und internationalen Forschergruppe Interdisciplinary Research on Stereotypes (IDROS).

AKTUELLES:

Der dänische Forschungsrat für Kultur und Kommunikation hat am 1. Dezember 2017  einen Netzwerkantrag von Prof. Dr. Katja Gorbahn an der Universität Aarhus bewilligt. Das Netzwerk mit dem Titel: Exploring interconnectedness. Constructions of European and national identities in educational media (EurEd) wird mit 941.916 dänischen Kronen (126.500 Euro) gefördert.

Projektbeschreibung: Das Netzwerk „Exploring interconnectedness. Constructions of European and national identities in educational media“ interessiert sich dafür, wie unterschiedliche nationale Identitäten und diskursive Konstruktionen von anderen Nationen sowie von Europa in ausgewählten europäischen Ländern am Beispiel von Bildungsmedien in verschiedenen Fächern (Erstsprachenunterricht, Gesellschaftswissenschaften, Geschichte) gestaltet werden. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenhang zwischen der nationalen Identität und z.B. der Art und Weise, wie aus der Sicht dieser Identität eine europäische Identität oder eine stereotype Auffassung von einem anderen Land konstruiert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf Deutschland und Dänemark  aufgrund ihrer engen historischen Verbindungen, Deutschlands Rolle in der EU und ganz Europa. Das Forschungsinteresse gilt insbesondere der Untersuchung der gegenseitigen Relationen zwischen Identitäten und diskursiven Konstruktionen. Um ein breites europäisches Bild dessen zu erhalten, wie die Sicht einer nationalen Identität im Spannungsfeld zwischen großen und kleinen Nationen diskursive Konstruktionen beeinflusst, werden auch andere kleinere europäische Länder in die Forschung einbezogen, wie z.B. Island, Irland, die Schweiz und Österreich. Aus methodischer Sicht fokussiert das Projekt auf die Erprobung der Effektivität von insbesondere linguistisch orientierten Analysemethoden sowie die Erforschung von Möglichkeiten, wie qualitative und quantitative, korpuslinguistische Methoden kombiniert werden können. Das Netzwerk besteht aus dänischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von mehreren dänischen Universitäten sowie führenden ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem deutschsprachigen Raum.   

 

ÜBER IDROS:

Die federführende Organisationsgruppe von IDROS besteht aus:

  • Dr. Erla Hallsteinsdóttir –  smik[at]stereotypenprojekt.eu
  • Dr. Katja Gorbahn (AU) –  germkg[at]hum.au.dk
  • Prof. Dr. Jörg Kilian (CAU) –  kilian[at]germsem.uni-kiel.de
  • Prof. Dr. Heike Zinsmeister (HU) – heike.zinsmeister[at]uni-hamburg.de

IDROS hatte ihren Anfang in den Kooperationen Zusammenarbeit im Bereich Germanistik und deutsche Sprache – Interdisziplinäre Stereotypenforschung und Interdisziplinäre Stereotypenforschung – deutsch-dänische Nachwuchsförderung. Die Kooperationen, die als Spinoff zur Arbeit im SMiK-Projekt (Leitung: Dr. Erla Hallsteinsdóttir und Prof. Dr. Jörg Kilian: www.stereotypenprojekt.eu) entstanden, wurden 2013-2015 aus dem Seed-Money-/Stella-Polaris-Fonds der Universität Aarhus (AU), der Süddänischen Universität (SDU), der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Universität Hamburg (HU) zur Anbahnung von Kooperationen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dieser Universitäten finanziert. Das Hauptziel beider Kooperationen bestand in der Förderung der deutsch-dänischen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre an den vier beteiligten Universitäten.

Zusammenarbeit im Bereich Germanistik und deutsche Sprache – Interdisziplinäre Stereotypenforschung

Leitung: Erla Hallsteinsdóttir (SDU), weitere Verantwortliche: Katja Gorbahn (AU) und Jörg Kilian (CAU).

  • Fördersumme: 14.931,40 Euro

Die Kooperation beinhaltet die Durchführung von zwei Sondierungssymposien und die Herausgabe einer Antologie mit den Symposiumbeiträgen. Die Ziele der Symposien sind einerseits die Kontaktaufnahme und Erforschung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Germanistikabteilungen der drei beteiligten Universitäten in Odense, Aarhus und Kiel. Die Initiative geht von der Germanistischen Linguistik und der Sprachdidaktik aus. Die traditionellen disziplinären Grenzen sollen jedoch bewusst durch die Beteiligung von Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen (Geschichte, Kulturwissenschaften, Literaturwissenschaft, etc.) durchbrochen und in Richtung einer ganzheitlichen Betrachtung von Sprache und Kultur ausgeweitet werden. Andererseits – und als Fortsetzung des ersten Sondierungssymposiums – sollen mit dem zweiten Symposium die Voraussetzungen für die Etablierung einer interdisziplinären Zusammenarbeit im Bereich der Stereotypenforschung (im weitesten Sinne) untersucht werden. Zu diesem Symposium waren auch interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus anderen Fachbereichen zur Teilnahme eingeladen, um die Interdisziplinarität noch stärker zu fördern. Folgen Sie den Links zu mehr Informationen über das erste Sondierungssymposium und das zweite Sondierungssymposium.

Das Buch zum Projekt ist Anfang 2016 in der Reihe Nordeuropäische Arbeiten zur Literatur, Sprache und Kultur / Northern European Studies in Literature, Language und Culture im Peter Lang Verlag erschienen:

Ein Herausgebertreffen zur Arbeit an der Symposium-Antologie kombiniert mit einem Nachfasstreffen zur weiteren Besprechung von Zusammenarbeitsmöglichkeiten und zur Vorbereitung eines neuen Stella-Polaris-Antrags zur interdisziplinären Stereotypenforschung fand im Herbst 2014 in Aarhus statt.

Interdisziplinäre Stereotypenforschung – deutsch-dänische Nachwuchsförderung

Leitung: Katja Gorbahn (AU), weitere Projektverantwortliche: Erla Hallsteinsdóttir (SDU), Heike Zinsmeister (HU) und Jörg Kilian (CAU).

  • Fördersumme: 8.169 Euro

Diese Kooperation erweitert die Zusammenarbeit auf alle vier Stella-Polaris-Universitäten und setzt die erfolgreiche Arbeit der ersten Kooperation fort mit der Durchführung eines Workshops zur Vorbereitung eines Projektantrages für ein deutsch-dänisches Forschungsnetzwerkes für Stereotypenforschung im weitesten Sinne. Ein zweites Thema des Workshops ist die grenzüberschreitende Betreuung und Finanzierung von Doktoranden und Postdoktoranden.

Fortführung der Stereotypenforschung in weiteren Kooperationen:

Die interdisziplinäre Arbeit zu Stereotypen wird im Rahmen der informellen Forschergruppe Interdisciplinary Research on Stereotypes (IDROS) weitergeführt. Folgende Veranstaltungen wurden bereits durchgeführt:

Im November 2015 wurde an der Universität Hamburg ein IDROS-Planungsworkshop zu Forschungsvorhaben über Stereotype in Bildungsmedien unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Zinsmeister organisiert (Programm).

Im September 2016 organisierten Dr. Katja Gorbahn, Dr. Erla Hallsteinsdóttir und Dr. Tobias Heinz ein Symposium Stereotype in der Sprach|aus|bildung: Intra- und interkulturelle Perspektiven auf dem GAL-Kongress in Koblenz (Workshop 10 im Einladungsheft).

Im November 2016 hat ein durch den Internationalisierungsfonds der CAU finanzierter Workshop zu Stereotypen über Europa – Europa im Stereotyp unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Kilian und Prof. Dr. Steffen Höder in Kiel stattgefunden (Pressemitteilung, Programm).

Im Oktober 2017 hat der Workshop Sprachliche Stereotype an der Universität Hamburg stattgefunden. An dem Workshop unter der Leitung von Prof. Dr. Ingrid Schröder, der durch den Verbund norddeutscher Universitäten finanziert wurde (Antrag: Prof. Dr. Ingrid Schröder und Prof. Dr. Jörg Kilian), nahmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Dänemark teil.

Vom 30. November bis 2. Dezember 2017 fand unter der Leitung von Prof. Dr. Anja Ballis ein IDROS-Workshop an der LMU in München statt.

Der Workshop, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Österreich und Slowenien teilnahmen werden, führte die Arbeit aus den bisherigen IDROS-Workshops fort. Insbesondere die Vorarbeit zu einem gemeinsamen internationalen Forschungsprojekt aus dem Hamburger Workshop Sprachliche Stereotype wurde aufgegriffen und im Hinblick auf europäische und nationale Projektanträge konkretisiert. Der Workshop wurd geförtdert von der Bayerischen Forschungsallianz / Bavarian Research Alliance und dem Münchner Zentrum für Lehrerbildung.

 

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